Berlin (dpa) - Der Streit im deutschen Eisschnelllauf, der sich zwischen der Verbandsspitze und den Kadersportlern aus Erfurt hochgeschaukelt hatte, ist zunächst beendet. Nach einem Spitzengespräch zwischen dem Thüringer Sportminister und der Spitze der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) wurde beschlossen, die umstrittene Strukturreform auszusetzen.

Babette Kibele, Abteilungsleiterin im Bundeskanzleramt, äußerte sich während einer Sitzung des Bundestags-Sportausschusses zu der Thematik und betonte, dass die geplante Konzentration der Kaderathleten auf die Trainingsstätten in Inzell und Berlin vorerst nicht umgesetzt wird. Dies wurde als positiver Schritt angesehen, um den bestehenden Konflikt zu entschärfen.

Die Thüringer Staatskanzlei hatte bereits vor der Sitzung in Berlin die Notwendigkeit eines Dialogs hervorgehoben, um die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. Der Thüringer Minister für Sport zeigte sich optimistisch, dass durch das Gespräch eine einvernehmliche Lösung erzielt werden kann.

Der geplante Umbau der Trainingsstrukturen war auf Widerstand gestoßen, insbesondere von Seiten der Athleten, die sich um ihre Trainingsbedingungen und die damit verbundenen Leistungsziele sorgten. Der Präsident der DESG hatte zuvor erklärt, dass die Reform notwendig sei, um im internationalen Wettkampf konkurrenzfähig zu bleiben.

Die vorübergehende Aussetzung der Reform bietet nun die Möglichkeit, weitere Gespräche zu führen und die verschiedenen Perspektiven zu berücksichtigen. Athleten und Verband zeigen sich verhalten optimistisch, dass eine Einigung erzielt werden kann, die sowohl den sportlichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Sportler gerecht wird.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um eine tragfähige Lösung zu finden, die sowohl den Verband als auch die Athleten zufriedenstellt. Dabei wird es wichtig sein, dass die Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien offen und transparent bleibt.