Am Donnerstag wird in Cham bei den Goldsteig-Käsereien ein ganztägiger Warnstreik stattfinden. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten zu diesem Schritt aufgerufen, nachdem in den laufenden Tarifverhandlungen keine Einigung erzielt werden konnte.

Die Mitarbeiter fordern konkret eine Erhöhung der Gehälter um 4,1 Prozent sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro. Zudem soll eine Sonderzahlung in Höhe von fünf Arbeitstagen pro Jahr eingeführt werden, die die Angestellten flexibel in Freizeit umwandeln können.

Bereits in der Vergangenheit hatte die NGG immer wieder auf die Bedeutung angemessener Arbeitsbedingungen hingewiesen. "Unsere Mitarbeiter leisten täglich hervorragende Arbeit und müssen dafür auch fair entlohnt werden", betonte ein Sprecher der Gewerkschaft. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei entsprechend angespannt.

Die Arbeitgeberseite hat bisher keine konkreten Angebote unterbreitet, was die Situation zusätzlich verschärft. „Es ist enttäuschend, dass die Geschäftsführung nicht bereit ist, auf die berechtigten Forderungen einzugehen“, so der Gewerkschaftssprecher weiter.

Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten ein klares Zeichen setzen und auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Die NGG hofft, dass die Arbeitgeber nun endlich bereit sind, ernsthaft über die geforderten Verbesserungen zu verhandeln.

Die Goldsteig-Käsereien spielen eine wesentliche Rolle in der Region und sind bekannt für ihre hochwertigen Produkte. Ein Arbeitskampf könnte nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die gesamte Produktionskette beeinflussen.

Die Gewerkschaft appelliert an die Geschäftsführung, die Verhandlungen zügig fortzusetzen, um eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird.