Cottbus steht unter Schock nach einem mutmaßlich rechten Brandanschlag, der jüngst die Stadt und die örtliche Universität in Aufruhr versetzt hat. Die Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU), Prof. Dr. Gesine Grande, hat sich in einer Pressekonferenz deutlich zu den Vorfällen geäußert und ihre Wut über die Angriffe zum Ausdruck gebracht.

„Es macht mich wütend, dass wir in einer Zeit leben, in der solche Taten wieder zunehmen“, erklärte Grande. Ihre klare Stellungnahme kommt vor dem Hintergrund des bevorstehenden Christopher Street Days (CSD), der in Cottbus gefeiert werden soll. Die Universität hat sich stets für Toleranz und Vielfalt eingesetzt, und solche Angriffe gefährden nicht nur die Sicherheit, sondern auch das gesellschaftliche Klima.

Der Brandanschlag, der eine lokale Einrichtung betraf, wird von den Ermittlungsbehörden als politisch motiviert eingestuft. Zeugen berichteten von auffälligen Fahrzeugen in der Nähe des Tatorts, was die Ermittlungen zusätzlich anheizt. „Wir dürfen solchen Tendenzen nicht tatenlos zusehen“, so Grande weiter.

In ihrer Rede an die Studierenden und die Öffentlichkeit betonte sie die Wichtigkeit von Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Wir müssen gemeinsam gegen Hass und Intoleranz auftreten“, forderte sie und rief alle Bürger auf, sich aktiv gegen solche Angriffe zu wehren.

Die Stadtverwaltung hat bereits Maßnahmen angekündigt, um die Sicherheit während des CSD zu erhöhen. Dazu gehören unter anderem verstärkte Polizeipräsenz und Sicherheitskontrollen. „Es ist unerlässlich, dass sich unsere Bürger während des CSD sicher fühlen“, erklärte der Bürgermeister von Cottbus.

Die Präsidentin der BTU schloss mit einem Appell an die Studierenden und die gesamte Bevölkerung: „Lasst uns gemeinsam für unsere Werte kämpfen und ein Zeichen setzen, dass Cottbus eine Stadt der Toleranz ist.“ Die kommenden Tage werden zeigen, wie die Stadt auf die jüngsten Ereignisse reagieren wird und inwieweit die community zusammensteht, um gegen die Welle der Intoleranz anzugehen.