ANKARA (dpa-AFX) - In einer unerwarteten Wendung hat US-Präsident Donald Trump signalisiert, dass er in Erwägung zieht, Syrien von der Liste der als staatliche Terror-Sponsoren geführten Länder zu streichen. Diese Ankündigung könnte weitreichende Auswirkungen auf die diplomatischen Beziehungen der USA und die Situation im Nahen Osten haben.
Während einer Pressekonferenz wurde Trump von einem Reporter gefragt, ob er plane, Syrien von der Terrorliste zu entfernen. Der Präsident antwortete vage, ließ jedoch durchblicken, dass er über diesen Schritt nachdenken könnte. Diese Äußerung könnte als Zeichen für eine mögliche Veränderung in der US-Politik gegenüber dem syrischen Regime unter Präsident Bashar al-Assad interpretieren werden.
Die Liste der staatlichen Terror-Sponsoren umfasst derzeit Länder, die von den USA als Unterstützer von Terrororganisationen angesehen werden. Syrien wurde seit 1979 auf dieser Liste geführt, was zu umfangreichen wirtschaftlichen Sanktionen und diplomatischen Isolationen führte. Eine Streichung könnte die Türen für zukünftige Verhandlungen und eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Assad-Regime öffnen.
Analysten warnen jedoch, dass ein solcher Schritt auf Widerstand sowohl im Kongress als auch in der Öffentlichkeit stoßen könnte. Kritiker argumentieren, dass die Streichung Syriens von der Terrorliste die humanitäre Krise im Land und die anhaltende Unterstützung von militanten Gruppen durch das syrische Regime ignorieren würde.
Die USA haben in den letzten Jahren ihre Politik im Nahen Osten mehrmals überdacht, insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Terrororganisationen und ihren Unterstützern. Trumps Äußerungen könnten Teil eines größeren strategischen Plans sein, um den Einfluss der USA in der Region zu stärken oder bestehende Allianzen zu überprüfen.
Die Reaktionen auf Trumps Aussage sind bislang gemischt. Einige Unterstützer des Präsidenten begrüßen eine mögliche Annäherung an Syrien, während andere besorgt sind, dass dies die Stabilität in der Region gefährden könnte. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Trump tatsächlich Schritte in diese Richtung unternimmt.