London. Die Märchenreise von Jan-Lennard Struff bei Wimbledon ist beendet. Der Überraschungs-Viertelfinalist musste sich im Duell gegen den italienischen Vorjahressieger Jannik Sinner geschlagen geben. Nach einem spannenden Match, das über drei Sätze ging, verlor Struff mit 5:7, 6:7 (4:7), 3:6.
Struff, der in diesem Turnier viele Fans mit seiner kämpferischen Art und starken Auftritten begeistert hatte, begann das Match vielversprechend. Mit einer aggressiven Spielweise setzte er Sinner zunächst zu und schaffte es, den ersten Satz lange offen zu halten. Dennoch reichte es nicht für den Satzgewinn, der entscheidende Punkt fehlte.
Im zweiten Satz zeigte Struff erneut sein Können und forderte den Weltranglistenersten heraus. Besonders im Tiebreak war die Spannung greifbar, doch Sinner behielt die Nerven und entschied auch diesen Satz für sich. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber er hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt", sagte Struff nach dem Spiel.
Der dritte Satz verlief ähnlich. Obwohl Struff zahlreiche Chancen hatte, um den Druck auf Sinner zu erhöhen, konnte er sich nicht entscheidend durchsetzen. Sinner, der nicht einmal sein bestes Tennis zeigte, nutzte die Fehler des Deutschen clever aus und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale.
Mit seiner Leistung in Wimbledon hat Struff dennoch ein starkes Zeichen gesetzt. Viele Experten und Zuschauer sind sich einig, dass er in den kommenden Turnieren weiterhin für Überraschungen sorgen kann. "Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe", erklärte Struff. "Wimbledon war eine großartige Erfahrung für mich."
Für Jannik Sinner geht die Titelverteidigung weiter, er trifft nun im Halbfinale auf den Sieger des Duells zwischen Carlos Alcaraz und Daniil Medvedev. Struff hingegen wird sich nun auf die kommende Saison vorbereiten und seine Ziele für die nächsten Turniere setzen.