Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat den Rückzug von Kai Wegner (CDU) von der Kandidatur für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin als Befreiung bezeichnet. "Mit dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur von Wegner endet ein quälender Prozess für unsere Stadt", so Krach in einer aktuellen Pressemitteilung.
Krach äußerte, dass die Berlinerinnen und Berliner aufatmen können, da sie nun von einer monatelangen Unsicherheit befreit sind. "Die Frage bleibt jedoch, warum die CDU und Wegner ein halbes Jahr benötigt haben, um die Wahrheit zu kommunizieren", bemerkte er kritisch.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte die CDU Wegner noch als ihren Spitzenkandidaten präsentiert. Krach sprach in diesem Zusammenhang von einem "System-Wegner", das mit einer als inakzeptabel beschriebenen Selbstbedienungsmentalität bei Fördergeldern und einer desaströsen Verkehrspolitik verbunden sei.
Die jüngsten Entwicklungen werfen auch ein Licht auf die strategischen Fehler der CDU, die in den letzten Monaten immer wieder in die Kritik geraten war. Krach wies darauf hin, dass die anhaltenden Gespräche und die Unklarheit über die Kandidatenwahl die politische Landschaft in Berlin stark belastet haben.
Die SPD sieht die Chance, mit frischem Wind in den Wahlkampf zu gehen. Krach betonte, dass es an der Zeit sei, die Probleme der Stadt ernsthaft anzugehen und die Bürgerinnen und Bürger nicht weiter mit politischen Spielen zu belasten. "Wir stehen bereit, neue Impulse zu setzen und das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen", so Krach abschließend.