Eine neue Untersuchung des ADAC bestätigt, dass es sich lohnt, zum Tanken von der Autobahn abzufahren. Diese Erkenntnis gilt insbesondere für Norddeutschland, wo die Preisdifferenzen jedoch je nach Bundesland stark variieren. In Hamburg können Tankstellenkunden im Vergleich zu Autobahntankstellen im Durchschnitt 35 Cent pro Liter Super E10 und 34 Cent pro Liter Diesel sparen.
Die Analyse zeigt, dass die Ersparnisse in Schleswig-Holstein etwas geringer ausfallen. Hier liegen die Unterschiede bei durchschnittlich 33 Cent pro Liter Super E10 und 31 Cent pro Liter Diesel. Dies verdeutlicht, dass Autofahrer in dieser Region ebenfalls von einem Abstecher zu herkömmlichen Tankstellen profitieren können.
Im Gegensatz dazu sind die Einsparungen in Mecklenburg-Vorpommern erheblich geringer. Laut der ADAC-Untersuchung beträgt die durchschnittliche Ersparnis nur 17 Cent pro Liter Super E10 und 16 Cent pro Liter Diesel. Dies könnte Autofahrer dazu veranlassen, die Autobahntankstellen trotz höherer Preise in Kauf zu nehmen.
Die Gründe für die unterschiedlichen Preisdifferenzen sind vielfältig. Während in städtischen Gebieten wie Hamburg ein intensiver Wettbewerb zwischen den Tankstellen besteht, ist die Situation in ländlicheren Gegenden oft anders. Hier könnten weniger Anbieter und geringere Fahrgastzahlen die Preise in die Höhe treiben.
Ein weiterer Aspekt, der die Spritpreise beeinflusst, ist die geografische Lage. Tankstellen in der Nähe von Autobahnen sind häufig darauf angewiesen, höhere Preise zu verlangen, um die höheren Betriebskosten zu decken. Dies könnte die Erläuterung für die signifikanten Einsparungen in Hamburg sein, die durch den stärkeren Wettbewerb und die höhere Dichte an Tankstellen bedingt sind.
Der ADAC rät Autofahrern, sich vor einem Tankstopp über die Preise zu informieren und gegebenenfalls einen kurzen Umweg in Kauf zu nehmen. Das kann sich nicht nur finanziell auszahlen, sondern auch zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen beitragen.