In einer Zeit, in der Unternehmen mit Stellenabbau, Standortverlagerungen oder Projektstopps konfrontiert sind, müssen Führungskräfte oft schwierige Informationen kommunizieren. Diese Aufgabe ist selten einfach, kann jedoch durch die richtige Herangehensweise erleichtert werden.
Ragnhild Struss, eine erfahrene Karriereberaterin aus Hamburg, betont die Bedeutung einer klaren und menschlichen Kommunikation. "Gute Kommunikation ist sachlich klar und menschlich zugewandt", erklärt sie. Diese Herangehensweise ist entscheidend, um Mitarbeitende in unsicheren Zeiten zu unterstützen und das Gefühl der Ohnmacht zu minimieren.
Ein zentraler Bestandteil der Kommunikation schwieriger Botschaften ist, Transparenz zu gewährleisten. Führungskräfte sollten offen über die Gründe für die Entscheidungen sprechen und die Hintergründe erläutern. Dies hilft, das Vertrauen der Mitarbeitenden zu stärken und das Gefühl der Unsicherheit zu verringern.
Zusätzlich empfiehlt Struss, den Mitarbeitenden Raum für Fragen zu geben. "Es ist wichtig, auf die Anliegen und Ängste der Mitarbeitenden einzugehen", sagt sie. Indem Führungskräfte aktiv zuhören und auf Feedback eingehen, fördern sie ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Respekts.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die emotionale Intelligenz. Führungskräfte sollten sich der emotionalen Auswirkungen ihrer Nachrichten bewusst sein und empathisch auf die Reaktionen ihrer Mitarbeitenden reagieren. Dies kann helfen, inneren Rückzug zu vermeiden und die Mitarbeitenden in den schwierigen Zeiten zu motivieren.
Abschließend betont Struss, dass die Art und Weise, wie Botschaften übermittelt werden, entscheidend für die Reaktionen der Mitarbeitenden ist. "Eine klare, respektvolle und empathische Kommunikation kann den Unterschied ausmachen", fasst sie zusammen.