In der oberbayerischen Stadt Schongau ist nach einer mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium die Schockstarre der Bevölkerung spürbar. Bei dem Vorfall am Welfen-Gymnasium wurden zwei 13-jährige Schülerinnen schwer verletzt, als sie von einem 16-jährigen ehemaligen Mitschüler mit einem Messer attackiert wurden.
Bürgermeister Thomas Schleich äußerte sich auf Instagram zu dem Vorfall und betonte: „Die Bilder dieses Tages werden uns noch lange begleiten. Ein Tag, der uns alle verändert hat.“ Mit dieser Aussage spiegelte er die tiefe Betroffenheit wider, die die Gemeinschaft ergriffen hat.
„Das, wovor wir uns alle immer am meisten gefürchtet haben“, so Schleich weiter, beschreibt die Ängste, die in der Gesellschaft vor solch gewalttätigen Taten bestehen. Der Bürgermeister appellierte an die Bürger, in diesen schweren Zeiten zusammenzustehen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Die Schulgemeinschaft und die Eltern der betroffenen Schülerinnen sind in einem Zustand großer Trauer und Verwirrung. Schulpsychologen wurden bereitgestellt, um den Schülern und Lehrern bei der Bewältigung der traumatischen Ereignisse zu helfen. Die Sicherheitslage an Schulen wird jetzt intensiv diskutiert.
In seiner Rede forderte Schleich auch eine umfassende Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen an Schulen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern und den Schülern ein sicheres Lernumfeld zu bieten. „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um unsere Kinder zu schützen“, sagte er.
Der Vorfall hat eine Welle der Solidarität ausgelöst. Viele Bürger der Stadt haben Kerzen angezündet und Blumen vor dem Gymnasium niedergelegt, um den verletzten Schülerinnen und ihren Familien Trost zu spenden. Die verletzten Mädchen befinden sich derzeit in ärztlicher Behandlung, und die Gemeinde hofft auf eine baldige Genesung.
Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände der Attacke zu klären. Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen. Die gesamte Stadt steht unter Schock und fragt sich, wie es zu einem solch tragischen Vorfall kommen konnte.