Moskau (dpa) - Der russische Leichtathletik-Verband hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen den Ausschluss seiner Sportlerinnen und Sportler von internationalen Wettkämpfen einzuleiten. Diese Entscheidung wurde zwei Tage nach der Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) getroffen. Der Verband erklärte, dass er den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) anrufen werde, um die Sperre anzufechten.
Die Maßnahme des russischen Verbands ist eine Reaktion auf die jüngste Entscheidung des Weltverbandes, die weiterhin den Ausschluss russischer und belarussischer Athleten von internationalen Wettbewerben aufrechterhält. In einer Stellungnahme äußerte der Verband, dass er die "grundlegenden Prinzipien der Fairness und Gleichheit" in Frage stelle und die Sperre als ungerecht empfinde.
Der Ausschluss, der seit 2015 besteht, wurde durch die Enthüllungen über systematischen Dopingmissbrauch in Russland ausgelöst. Trotz der Wiederzulassung durch das IOC bleibt die Situation für viele Athleten ungewiss, da der Weltverband eine klare Linie in Bezug auf die Teilnahme von Sportlern aus Russland und Weißrussland verfolgt.
Der russische Leichtathletik-Verband glaubt, dass die rechtlichen Schritte vor dem CAS eine Möglichkeit bieten, die Situation zu klären und die Rechte der Athleten zu schützen. In seiner Erklärung betonte der Verband, dass die Athleten bereit seien, unter fairen Bedingungen zu konkurrieren und ihre Leistungen zu zeigen.
Die anhaltende Sperre hat in Russland zu einer intensiven Diskussion über die Fairness im Sport geführt. Während einige die Maßnahmen als notwendig erachten, um Doping zu bekämpfen, fordern andere eine Neubewertung der politischen und sportlichen Dynamiken, die zu diesen Entscheidungen geführt haben.
Der Fall wird mit Spannung verfolgt, da die endgültige Entscheidung des CAS weitreichende Auswirkungen auf die Teilnahme russischer Athleten an zukünftigen Wettkämpfen haben könnte. Der Verband hofft, dass die Klage zu einer schnellen Klärung der Situation führen wird, um den Athleten eine Rückkehr zu internationalen Wettbewerben zu ermöglichen.