Berlin (dpa/tmn) – Eine Reise ins Ausland kann schnell zur finanziellen Belastung werden, besonders wenn unerwartete Mobilfunkkosten auf der Rechnung stehen. Diese Gefahr könnte die schönsten Urlaubserinnerungen trüben und den Geldbeutel stark strapazieren.
Die gute Nachricht ist, dass die Wahrscheinlichkeit, mit hohen Kosten konfrontiert zu werden, dank der EU-Gesetzgebung relativ gering ist. So sind Anbieter verpflichtet, ihre Kunden vor übermäßigen Roaming-Gebühren zu warnen und ihnen vor Reiseantritt Informationen über die Kosten per SMS zukommen zu lassen.
Dennoch gibt es spezielle Situationen, in denen Reisende Mobilfunkgebühren in Kauf nehmen könnten, ohne es zu wissen. Beispielsweise kann die Nutzung von öffentlichem WLAN in Hotels oder Cafés zu ungewollten Verbindungen führen, die dann hohe Kosten verursachen.
Ein weiteres Risiko sind automatisierte Updates von Apps und Betriebssystemen, die häufig im Hintergrund laufen, selbst wenn das Handy im Ausland ist. Diese Updates können viel Datenvolumen verbrauchen und somit die Kosten in die Höhe treiben.
Experten raten, vor einer Reise die Einstellungen des Smartphones zu überprüfen. So können Datenroaming und automatische Updates manuell deaktiviert werden, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Zudem sollte man sich über die Bedingungen des eigenen Mobilfunkanbieters im Klaren sein.
Die EU hat zwar die meisten Gebühren für das Roaming abgeschafft, jedoch gibt es nach wie vor einige Ausnahmen. Beispielsweise können Anrufe und SMS ins Heimatland teurer sein als erwartet, insbesondere in Ländern außerhalb der EU.
Reisende sollten sich also gut vorbereiten und die eigenen Geräte im Ausland bewusst nutzen. Denn die Vorfreude auf den Urlaub sollte nicht von einer teuren Mobilfunkrechnung getrübt werden.