Die Nachricht über die bevorstehende Schließung der Geburtsstation am Alexianer St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam hat eine Welle der Enttäuschung und des Protests ausgelöst. Bürgerinnen und Bürger sowie Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen haben sich in großer Zahl zusammengefunden, um gegen diese Entscheidung zu mobilisieren.

Bis zum Nachmittag hatten fast 7.000 Personen eine Online-Petition unterzeichnet, die sich für den Erhalt der Geburtsstation einsetzt. «Statt der Schließung brauchen wir Lösungen. Unzählige Hebammen und Ärzte stehen vor dem Aus», lautet der eindringliche Aufruf der Initiatoren.

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus hat angekündigt, die Schließung der Geburtsstation zum August 2024 umzusetzen. Die Entscheidung, die auf finanziellen und personellen Engpässen basiert, wird von vielen als unzureichend angesehen, da sie die Geburtsversorgung in der Region erheblich beeinträchtigen könnte.

Das Klinikum Ernst von Bergmann, ein weiteres Krankenhaus in Potsdam, hat bereits signalisiert, dass es die Patientinnen aus der Geburtsklinik übernehmen könnte. Dennoch äußern viele Menschen Bedenken, dass dies nicht die beste Lösung für werdende Mütter darstellt.

In einer öffentlichen Stellungnahme betonten die Organisatoren der Petition die Notwendigkeit, die Geburtsstation nicht nur zu erhalten, sondern auch die strukturellen Bedingungen für die Geburtshilfe zu verbessern. «Wir brauchen eine Gesundheitsversorgung, die auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten ist», so der Kommentar eines der Initiatoren.

Die Situation wird von der Stadtverwaltung aufmerksam beobachtet, und es bleibt abzuwarten, ob die Proteste und die Petition zu einem Umdenken bei den Verantwortlichen führen werden. Angesichts der steigenden Geburtenzahlen in der Region ist der Erhalt der Geburtsstation ein wichtiges Anliegen für viele Anwohner.