Rund zwei Jahre nach einem grausamen Säureangriff vor einem Café in Bochum hat die Polizei nun öffentlich nach dem mutmaßlichen Anstifter gefahndet. Der 41-jährige Mann steht im Verdacht, den späteren Täter beauftragt zu haben, um einem 30-Jährigen Rache zu üben. Dies wurde in einer Mitteilung des Fahndungsportals der nordrhein-westfälischen Polizei bekannt gegeben.

Die Ermittler haben ein Foto des gesuchten Mannes veröffentlicht, um der Öffentlichkeit bei der Suche zu helfen. Laut einem Polizeisprecher könnte sich der Verdächtige in kriminellen Rockermilieus bewegen, wobei sein aktueller Aufenthaltsort unbekannt ist. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Ergreifung des Mannes führen können.

Der Vorfall ereignete sich am 30. Juni 2022, als ein damals 43-jähriger deutscher Mann einen 30-jährigen Gast vor dem besagten Café mit einer Säureattacke schwer verletzte. Das Opfer erlitt dabei erhebliche Verletzungen, die einer sofortigen medizinischen Behandlung bedurften. Die Tat sorgte für großes Entsetzen in der Bochumer Bevölkerung und rief ein starkes Echo in den Medien hervor.

Die Ermittlungen hatten bereits kurz nach dem Angriff begonnen, doch der Anstifter konnte bisher nicht identifiziert werden. Durch die Veröffentlichung des Fotos hoffen die Strafverfolger, neue Anhaltspunkte zu erhalten. Es sei von entscheidender Bedeutung, den Verdächtigen schnell zu finden, um weiteren Straftaten vorzubeugen, erläuterte der Polizeisprecher.

Die Polizei hat nun eine Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Festnahme des gesuchten Mannes führen könnten. Bürger, die Informationen haben, werden dringend aufgefordert, sich zu melden. Die Fahndung wird über verschiedene Medienkanäle hinweg verstärkt, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Der Fall hat das Bewusstsein für die Problematik von Gewaltverbrechen in der Region geschärft. Experten betonen die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Taten in Zukunft zu verhindern. Die Behörden stehen in engem Kontakt mit sozialen Einrichtungen, um mögliche Lösungsansätze zu diskutieren und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.