Das Sommerwetter zieht viele Menschen ins Wasser, doch beim Schwimmen sollten auch Sehbehinderte nicht auf klare Sicht verzichten müssen. Allerdings warnen Experten, dass das Tragen von Kontaktlinsen in Seen und Flüssen erhebliche Gesundheitsrisiken birgt.
„Die Augen sind besonders anfällig für Entzündungen, wenn Kontaktlinsen in Kontakt mit Wasser kommen“, erklärt Prof. Gerd Geerling von der Stiftung Auge. Diese Aussage unterstreicht die Gefahren, die mit dem Schwimmen in natürlichen Gewässern verbunden sind, während man Kontaktlinsen trägt.
Die Hauptgefahr besteht darin, dass Wasser Keime und Bakterien enthält, die in die Augen gelangen können. Wenn die Kontaktlinsen in das Wasser eintauchen, können sie diese Krankheitserreger aufnehmen und an die Augen abgeben. Dies kann zu schmerzhaften Entzündungen und im schlimmsten Fall zu irreversiblen Schäden führen.
Doch auch mit der traditionellen Brille ins Wasser zu gehen, ist nicht ratsam. Viele Schwimmer befürchten, ihre Brille zu verlieren oder sie könnte beschädigt werden. Die Lösung ist jedoch nicht, auf Kontaktlinsen zurückzugreifen, sondern alternative Sehhilfen zu finden.
Eine sicherere Option können Schwimmbrillen mit Sehstärke sein. Diese speziellen Brillen bieten nicht nur Schutz vor Wasser, sondern ermöglichen auch eine klare Sicht unter Wasser. Für Kurzsichtige ist das eine sinnvolle Alternative, die zudem das Risiko von Augenentzündungen minimiert.
Insgesamt empfiehlt Geerling, beim Schwimmen in natürlichen Gewässern darauf zu achten, die Augen zu schützen und auf riskante Sehhilfen zu verzichten. Die Gesundheit der Augen sollte stets an erster Stelle stehen, besonders bei Aktivitäten im Wasser.