Matthias Lammert, der frisch gewählte Landtagspräsident von Rheinland-Pfalz, hat sich in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur zu den Herausforderungen der politischen Landschaft geäußert. Er sieht die Stärkung der wehrhaften Demokratie als eine seiner zentralen Aufgaben und betont die Notwendigkeit, eine Brücke zu den Sorgen und Nöten der Menschen zu schlagen.
„Es geht darum, Transparenz und Vertrauen in Politik und Staat zu schaffen“, erklärte der 58-Jährige. Lammert, der im politischen Geschäft erfahren ist, ist sich bewusst, dass selbst langjährige Unterstützer der Demokratie zunehmend unzufrieden sind. Diese Unzufriedenheit, so Lammert, müsse ernst genommen werden.
„Wir müssen die Menschen wieder mehr erreichen und nah an ihren Sorgen und Nöten sein“, forderte der Landtagspräsident. Dies sei entscheidend, um das Vertrauen in die politischen Institutionen zu festigen. Lammert ist der Überzeugung, dass Abgeordnete einen niedrigschwelligen Zugang zu den Bürgern schaffen sollten, um deren Anliegen besser zu verstehen und darauf zu reagieren.
Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit wird es sein, den Dialog zwischen Bürgern und Politik zu fördern. „Wir müssen die Menschen aktiv einbinden und ihnen das Gefühl geben, dass ihre Stimmen gehört werden“, so Lammert weiter. Dies könnte unter anderem durch regelmäßige Veranstaltungen oder Bürgerforen geschehen.
Die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft steht, sind vielseitig und reichen von sozialen Ungleichheiten bis hin zu Fragen der Nachhaltigkeit. Lammert betont, dass es wichtig ist, die politischen Lösungen an den Bedürfnissen der Bevölkerung auszurichten: „Die Politik muss nicht nur reagieren, sondern auch proaktiv Lösungen anbieten.“
Mit seinem Ansatz möchte Lammert dazu beitragen, das Vertrauen in die politische Arbeit wiederherzustellen und eine positive, zukunftsorientierte Agenda zu gestalten. Seine Amtszeit beginnt in einer Zeit, in der die Verunsicherung in der Bevölkerung spürbar ist, und er sieht es als seine Pflicht an, dem entgegenzuwirken.