Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Autos, Häuser und sogar Menschen wurden von den Wassermassen mitgerissen. Zu den Betroffenen gehörte auch Cornelia Weigand, die damalige Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, die ihr Zuhause verlor und vor den Trümmern ihrer Gemeinde stand.

Inmitten dieser Katastrophe entschloss sich Weigand, nicht aufzugeben. In einem offenen Brief an die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer appellierte sie an die Politik, umgehend Hilfe und Unterstützung zu leisten. „Hinschmeißen war keine Option“, betont die 55-Jährige heute, die mittlerweile als parteilose Landrätin des Kreises Ahrweiler fungiert.

Fünf Jahre nach der Flut hat sich viel verändert. Weigand beschreibt, wie wichtig es war, in der Krise zusammenzustehen und die Bevölkerung zu mobilisieren. „Wir mussten Druck machen, um gehört zu werden“, erläutert sie und fügt hinzu, dass die Menschen im Ahrtal in der schwersten Stunde einen unermüdlichen Zusammenhalt zeigten.

Die Herausforderungen waren enorm: Von der Wiederherstellung der Infrastruktur bis hin zur psychosozialen Betreuung der Betroffenen. Weigand weiß um die großen Aufgaben, die noch vor der Region liegen. „Der Wiederaufbau ist ein langfristiger Prozess, der nicht über Nacht abgeschlossen sein wird“, sagt sie. Dennoch sei der Wille zur Erneuerung spürbar.

Weigand hat sich als starke Stimme für ihre Gemeinde etabliert. Ihr Einsatz wurde nicht nur von den Anwohnern geschätzt, sondern auch von verschiedenen Institutionen, die bereit waren zu helfen. „Es ist wichtig, dass wir die Prominenz und die Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen“, erklärt sie weiter.

In der heutigen Zeit bleibt Weigand optimistisch, auch wenn die Wunden der Flutkatastrophe noch nicht vollständig geheilt sind. Die Landrätin setzt sich weiterhin für eine umfassende Unterstützung der Region ein, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern und die Gemeinschaft zu stärken.