Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat nach einer umfassenden Überprüfung der Umstände des Solinger Anschlags verkündet, dass es keine Hinweise auf Mittäter oder ein islamistisches Netzwerk in Deutschland gibt. In einer Pressekonferenz erklärte Reul: „Es gab und gibt kein Netzwerk in NRW, mit dem die Tat geplant wurde.“
Diese Aussage erfolgt im Kontext von Medienberichten und Spekulationen über mögliche Komplizen des als Einzeltäter verurteilten Attentäters Issa al H. Der Minister betonte, die Ermittlungen hätten ergeben, dass keine weitere Person an der Planung oder Durchführung des Anschlags beteiligt war.
Der Täter, der für seine Tat rechtskräftig verurteilt wurde, hatte in seinem Mobiltelefon eine Telefonnummer eines islamistischen Gefährders gespeichert. Dieser Gefährder wird verdächtigt, einen Anschlag auf die Fußball-Europameisterschaft 2024 geplant zu haben. Trotz dieser Verbindung stellte Reul klar, dass dies nicht auf ein größeres Netzwerk hindeutet.
„Wir nehmen die Sicherheit unserer Bürger sehr ernst und haben alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um mögliche Bedrohungen zu identifizieren“, sagte Reul weiter. Die Tatsache, dass der Täter einen Kontakt zu einem Gefährder hatte, stelle zwar eine besorgniserregende Information dar, sei jedoch nicht ausreichend, um von einem Netzwerk auszugehen.
Die Ermittlungsergebnisse sollen auch dazu beitragen, das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsbehörden zu stärken. Reul betonte, dass die Aufklärung solcher Taten von höchster Priorität sei und man weiterhin wachsam bleiben müsse, um die Öffentlichkeit zu schützen.
Die Staatsanwaltschaft und die Sicherheitsbehörden arbeiten eng zusammen, um sämtliche Aspekte des Falls zu beleuchten. Die Bürger werden aufgerufen, verdächtige Aktivitäten zu melden, um gemeinsam ein sicheres Umfeld zu schaffen.