Bordeaux (dpa) - Max Kanter hat bei der siebten Etappe der Tour de France in Bordeaux einen kleinen Rückschlag erlebt, der ihn möglicherweise den dritten Platz gekostet hat. Trotz eines Remplers im Finale konnte der 28-jährige Debütant einen soliden vierten Platz erkämpfen und wieder einmal seine Sprintqualitäten unter Beweis stellen.

Die 175,1 Kilometer lange Strecke zwischen Haguenau und Bordeaux stellte für die Fahrer eine Reihe von Herausforderungen dar. Kanter, der in dieser Etappe alle Augen auf sich zog, erklärte nach dem Rennen: «Wir waren einen Ticken zu weit hinten, hatten eigentlich gar keinen richtigen Platz.» Dies deutet darauf hin, dass der deutsche Sprinter während des entscheidenden Moments im Rennen nicht optimal positioniert war.

Der Belgier Tim Merlier sicherte sich den Etappensieg, während Kanter, der in den letzten Minuten des Rennens aufholen wollte, den Anschluss verpasste, als die Lücke zwischen den Fahrern nicht rechtzeitig aufging. “Wir waren alle noch zusammen, aber irgendwie ging die Lücke nicht so richtig auf”, so Kanter weiter. Diese Erfahrung könnte für ihn in den kommenden Etappen lehrreich sein.

Mit dieser Platzierung zeigt Kanter, dass er sich in der hochkarätigen Konkurrenz der Tour de France behaupten kann. Sein Team wird die Leistung als positives Signal werten, auch wenn Kanter selbst mit dem Ergebnis unzufrieden war. Der Druck, in solch einem prestigeträchtigen Rennen gut abzuschneiden, ist enorm, und Kanter ist sich dessen bewusst.

Die Tour de France stellt nicht nur eine physische Herausforderung dar, sondern erfordert auch strategisches Denken und Teamarbeit. Kanter und seine Teamkollegen müssen künftig noch besser auf die Positionierung im Sprint achten, um die Chancen auf einen Podestplatz zu erhöhen. Die kommenden Etappen werden zeigen, ob er aus dieser Erfahrung lernen kann.