Ulf Kämpfer, der Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein, hat eine deutliche Positionierung aller demokratischen Parteien gegen die Alternative für Deutschland (AfD) gefordert. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte Kämpfer, dass es angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen unerlässlich sei, sich von der AfD abzugrenzen.
„Einer Partei, die täglich davon lebt, die anderen Parteien, den Rechtsstaat und die Demokratie, wie sie jetzt funktioniert, verächtlich zu machen, der kann man nicht die Hand reichen“, so der 54-Jährige. Diesbezüglich äußerte er Bedenken hinsichtlich der Folgen einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD, die er als „fatal“ ansieht.
Kämpfer wies darauf hin, dass es von Wahl zu Wahl immer schwieriger werde, demokratische Mehrheiten zu organisieren. „Wir müssen alles daran setzen, demokratische Strukturen zu stärken und zu verteidigen“, betonte der SPD-Kandidat und fügte hinzu, dass die kommenden Wahlen in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt entscheidend sein könnten.
Die AfD habe in den letzten Jahren nicht nur ihre Wahlergebnisse gesteigert, sondern auch das politische Klima in Deutschland nachhaltig beeinflusst. Kämpfer sieht die Notwendigkeit, den Bürgerinnen und Bürgern klarzumachen, dass die AfD nicht Teil der demokratischen Gemeinschaft ist und dass ihre Ansichten nicht mit den Werten der Demokratie vereinbar sind.
„Wir müssen die Menschen überzeugen, dass der demokratische Diskurs nicht auf Kosten von Rechtsextremismus und Hetze stattfinden kann“, fügte Kämpfer hinzu. Er appellierte an alle demokratischen Kräfte, sich zusammenzuschließen, um eine klare Linie gegen extremistische Tendenzen zu setzen.
Die Forderung nach einer schärferen Abgrenzung zeigt, wie ernst die SPD die wachsende Herausforderung durch die AfD nimmt. Kämpfer sieht die Zukunft der Demokratie in Deutschland als gefährdet an, wenn die demokratischen Parteien sich nicht einig gegen die Gefahren positionieren.