London (dpa) - Jan-Lennard Struff, der 36-jährige Tennisprofi, steht vor einer einzigartigen Gelegenheit, in Wimbledon zum ersten Mal in seiner Karriere in ein Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers einzuziehen. Nach einer bisher schwierigen Saison, in der er kaum an Konstanz gewinnen konnte, zeigt der Spieler in London eine bemerkenswerte Form.

Obwohl Struff in diesem Jahr bisher nur wenige aufeinanderfolgende Matches gewonnen hat, hat er sich im Rasen-Grand-Slam als wahrer Kämpfer erwiesen. „Immer wenn man denkt, dass Struff gleich aufhöre mit Tennis, kommt so ein erfolgreiches Turnier“, äußerte sich der Spitzenspieler Alexander Zverev bewundernd über seinen Kollegen. „Das liebe ich an Struffi, der kann 37-mal in Folge die erste Runde verlieren und trotzdem wieder aufstehen.“

Struffs beeindruckende Leistung in Wimbledon hat nicht nur die Aufmerksamkeit von Zverev auf sich gezogen, sondern auch von vielen Tennisfans weltweit. Sein Weg durch das Turnier war bis jetzt von bemerkenswerten Spielen geprägt, in denen er seine Gegner mit einer Kombination aus Technik und mentaler Stärke überwältigte.

Die Rückkehr von Struff in die Spitzengruppe des Tennis ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass er in den letzten Jahren mit Verletzungen und Formschwankungen zu kämpfen hatte. Nun scheint er in Wimbledon seine beste Form zu finden und das Publikum mit seinem Spielstil zu fesseln.

„Er hat immer den Willen, sich zu verbessern und zu kämpfen“, so Zverev weiter. „Das ist etwas, das viele an ihm bewundern, nicht nur ich.“ Struffs Fähigkeit, sich auch in schwierigen Zeiten zu motivieren, macht ihn zu einem Vorbild für viele aufstrebende Spieler.

Die bevorstehenden Matches könnten für Struff entscheidend sein, nicht nur für seine Karriere, sondern auch für die Wahrnehmung von deutschen Tennisspielern auf der großen Bühne. Er hat die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben und die Erwartungen an sich selbst zu übertreffen.