New York (dpa) - Nach dem Anruf von US-Präsident Donald Trump zur Thematik der Rot-Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hat Gianni Infantino, Präsident der FIFA, klargestellt, dass die Gremien des Fußball-Weltverbands unabhängig agieren. In einer Stellungnahme zu diesem Thema hob Infantino hervor, dass die Justizorgane der FIFA autonom arbeiten und ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage des FIFA-Disziplinarkodexes sowie der jeweiligen Faktenlage treffen.

Die Diskussion um die Sperre von Balogun, die in den letzten Wochen an Fahrt gewonnen hat, wirft Fragen zur Transparenz und Fairness der Entscheidungen innerhalb der FIFA auf. Infantino wies jedoch darauf hin, dass es sich hierbei nicht um politische Interventionen, sondern um die Anwendung fester Regeln handle, die für alle Spieler und Verbände gelten.

„So funktioniert das System“, erklärte Infantino und betonte damit die Professionalität sowie die Integrität der FIFA-Gremien. Er versicherte, dass jede Entscheidung, die getroffen werde, das Ergebnis eines gründlichen Prüfungsprozesses sei, der unabhängig von externem Druck sei.

Darüber hinaus äußerte Infantino, dass er in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen nationalen Verbänden und deren Vertretern stehe. „Es ist wichtig, dass alle Stakeholder im Fußball gehört werden, jedoch liegt die endgültige Entscheidung immer bei den entsprechenden Gremien“, fügte er hinzu.

Die Reaktionen auf Infantino's Stellungnahme reichten von Unterstützung für die Unabhängigkeit der FIFA bis hin zu Skepsis gegenüber der tatsächlichen Neutralität der Organisation. Kritiker argumentieren, dass politische Einflüsse nicht vollständig ausgeschlossen werden können und fordern mehr Transparenz in den Entscheidungsprozessen.

Die FIFA steht in der Öffentlichkeit weiterhin unter Beobachtung, insbesondere in Hinblick auf ihre Richtlinien und deren Umsetzung. Infantino betonte jedoch, dass die Integrität des Fußballs an erster Stelle stehe und dass die FIFA sich verpflichtet fühle, diese Prinzipien zu wahren.