Schongau - Ein Tag nach der mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium in Schongau steht die Aufarbeitung der Ereignisse im Vordergrund. Kultusministerin Anna Müller besuchte die Schule, um sich ein Bild von der Situation zu machen und die Schüler für ihr mutiges Handeln zu loben.

In Gesprächen mit Lehrern und Schülern betonte die Ministerin die Wichtigkeit von schnellem und entschlossenem Handeln in Krisensituationen. "Die Schüler haben durch ihr schnelles Eingreifen möglicherweise das Leben eines Mädchens gerettet", sagte sie. Ihre Worte unterstreichen die Bedeutung von Zivilcourage, besonders in solch traumatischen Momenten.

Die Ministerin kündigte zudem Maßnahmen an, um die Schulgemeinschaft zu unterstützen. Dazu gehören psychologische Beratungsangebote für die betroffenen Schüler und Lehrer sowie Schulungen zur Krisenbewältigung. "Wir müssen sicherstellen, dass unsere Schulen sichere Orte sind", fügte sie hinzu.

Die Schulleitung des Gymnasiums zeigte sich dankbar für die Unterstützung und die Zusagen der Ministerin. "Es ist wichtig, dass wir in dieser schwierigen Zeit nicht allein gelassen werden", sagte der Schulleiter Peter Schmidt. Das Engagement der Schüler könne als Beispiel dienen, wie in kritischen Situationen schnell gehandelt werden kann.

Die Polizeibehörden haben die Ereignisse rund um die Amoktat noch nicht vollständig aufgeklärt. Die Ermittlungen laufen und die Schüler wurden gebeten, Beweismaterial zu liefern, um den Vorfall vollständig zu rekonstruieren. Die Schulgemeinschaft ist in großer Sorge, aber auch in einem solidarischen Geist vereint.

Im Rahmen der Gespräche wurde auch das Thema Gewaltprävention aufgegriffen. Die Ministerin kündigte an, dass es in naher Zukunft Programme geben wird, die darauf abzielen, Gewalt an Schulen zu reduzieren und das Miteinander zu stärken. "Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere Schulen sicherer zu machen", betonte Müller abschließend.