Foxborough (dpa) – Die Gelbe Karte, die Michael Olise im WM-Achtelfinale gegen Paraguay erhielt, bleibt bestehen. Dies bestätigte Trainer Didier Deschamps am Mittwochmorgen, nachdem die französische Nationalmannschaft eine offizielle Mitteilung von der FIFA erhalten hatte.
Olise, der in der Nachspielzeit der umkämpften Partie gegen Paraguay, die Frankreich mit 1:0 gewann, eine umstrittene Gelbe Karte sah, könnte im bevorstehenden Viertelfinale gegen Marokko, das am Donnerstag um 22:00 Uhr (ARD und MagentaTV) beginnt, unter Druck stehen. Deschamps äußerte sich besorgt über die mögliche Sperre seines Offensivspielers.
„Die Entscheidung des Schiedsrichters war umstritten, und wir müssen nun die Konsequenzen tragen“, so Deschamps. Der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev hatte in einer hitzigen Partie, die von vielen Fouls und emotionalen Momenten geprägt war, die Karte gezeigt. Nun steht Olise vor der Herausforderung, sich in einem kritischen Spiel, ohne das Risiko einer weiteren Verwarnung zu verhalten.
Ein weiteres gelbes Verwarnen würde bedeuten, dass Olise im vielleicht entscheidenden Halbfinale nicht zur Verfügung stünde. Die französische Mannschaft, die auf dem Weg zur Titelverteidigung ist, könnte eine solch wichtige Spielerabwesenheit nur schwer kompensieren.
Deschamps wird nun genau abwägen müssen, wie er Olise in das Team integriert, ohne ihn unnötigen Risiken auszusetzen. Die Spieler wissen um die Bedeutung des Spiels und sind entschlossen, die nächste Runde zu erreichen. Olise selbst äußerte sich zurückhaltend: „Ich werde mein Bestes geben, um das Team zu unterstützen und gleichzeitig die Regeln zu respektieren.“
Das Viertelfinale gegen Marokko verspricht ein spannendes Duell zu werden, in dem die Franzosen auf jeden Fall ihre beste Leistung abrufen müssen, um die Chance auf den Halbfinaleinzug zu wahren.