In einem besorgniserregenden Vorfall in Berlin-Marzahn wurden fünf Menschen nach dem Konsum von Keksen mit Cannabis in eine Klinik gebracht. Die Rettungskräfte erhielten am späten Freitagabend mehrere Notrufe, in denen über akutes Unwohlsein und verschiedene gesundheitliche Beschwerden berichtet wurde.
Die Betroffenen, darunter auch einige Jugendliche, klagten über Schwindel, Übelkeit und starke Müdigkeit. Ein Sprecher der Berliner Feuerwehr bestätigte, dass die Einsatzkräfte schnell vor Ort waren und die Personen sofort medizinisch versorgt wurden.
„Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit über die potenziellen Risiken des Cannabiskonsums, insbesondere in essbarer Form, aufgeklärt wird“, erklärte der Sprecher weiter. Die genaue Zusammensetzung der Kekse ist derzeit noch unklar, doch es wird vermutet, dass sie eine hohe Dosis von THC, dem psychoaktiven Bestandteil von Cannabis, enthielten.
Die Vorfälle ereigneten sich in einem Wohngebiet, wo die Kekse anscheinend im Freundeskreis konsumiert wurden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den Ursprung der Kekse und deren Verbreitung nachzuvollziehen. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Kekse im Handel erhältlich waren.
Die Klinik, in die die Betroffenen eingeliefert wurden, berichtet, dass alle Personen zur Beobachtung aufgenommen wurden, jedoch keine schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme festgestellt werden konnten. Nach einer kurzen Behandlung konnten die meisten Patienten nach einigen Stunden entlassen werden.
Experten empfehlen, insbesondere bei essbaren Cannabisprodukten, vorsichtig zu sein. Die Wirkungen setzen oft verspätet ein und können deutlich intensiver ausfallen als beim Rauchen von Cannabis. Die Berliner Gesundheitsbehörden raten dazu, solche Produkte nur in kontrollierten Umgebungen und unter Aufsicht zu konsumieren.
Der Vorfall hat erneut die Diskussion über den Konsum von Cannabis und die damit verbundenen Gefahren angeheizt. Während die Legalisierung von Cannabis in Deutschland immer wieder thematisiert wird, bleibt die Aufklärung über sichere Konsumpraktiken ein zentrales Anliegen.