Fast zwei Wochen nach dem verheerenden Brand auf dem ehemaligen Kohlebergbaugelände in Meuselwitz im Altenburger Land bleibt das Feuer im Untergrund eine ernsthafte Herausforderung. Trotz der Löscharbeiten, die den oberflächlichen Brand erfolgreich unter Kontrolle bringen konnten, brennen nun Brandnester in einer Tiefe von bis zu 50 Zentimetern im Boden.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), die für das Gebiet verantwortlich ist, gab bekannt, dass sich durch die verbliebenen Kohlereste im Boden neue Brandnester gebildet haben. Diese Situation stellt nicht nur ein Risiko für die Umwelt dar, sondern könnte auch die Sicherheit der umliegendenGebiete beeinträchtigen.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Situation zu entschärfen“, erklärte die Bereichsleiterin Mitteldeutschland des LMBV. „Die Herausforderung besteht darin, die unterirdischen Brände effektiv zu bekämpfen, ohne dabei die bereits gelöschten Flächen zu gefährden.“

Um die Brandbekämpfung zu unterstützen, wird am kommenden Wochenende ein Löschhubschrauber eingesetzt. Dieses zusätzliche Löschmittel soll dazu beitragen, die Glutnester gezielt anzugehen und eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die LMBV erwartet, dass der Hubschraubereinsatz entscheidend zur Kontrolle der Flammen beitragen wird.

Die betroffene Fläche umfasst etwa acht Hektar, auf denen das Feuer weiterhin schwelt. Die Feuerwehr sowie die LMBV arbeiten eng zusammen, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen und die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Die örtlichen Behörden haben die Bevölkerung über die Situation informiert und raten zur Vorsicht.

Die Brandursache ist nach wie vor unklar, und die Ermittlungen dazu laufen. Experten weisen darauf hin, dass solche unterirdischen Brände in ehemaligen Bergbaugebieten nicht selten sind, jedoch die aktuellen Umstände eine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die LMBV hat betont, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um das Feuer schnellstmöglich zu löschen und die Sicherheit der Region zu gewährleisten.