Mannheim/Todtmoos (dpa/lsw) - Janette Fuchs, die frühere Bürgermeisterin der malerischen Gemeinde Todtmoos im Schwarzwald, weicht nicht von ihrem Ziel ab, für eine gerechte Entschädigung zu kämpfen. Nach ihrer Amtszeit musste sie feststellen, dass ihr Gehalt deutlich hinter dem ihrer Vorgänger und Nachfolger zurückblieb. Diese Ungerechtigkeit möchte sie nun gerichtlich klären.
Fuchs hat gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg Revision eingelegt, nachdem sie im März eine Niederlage erlitten hatte. „Es geht um Gerechtigkeit“, betont sie. Ihre Entschlossenheit, für die Interessen der Kommunalpolitikerinnen zu kämpfen, zeigt, wie wichtig ihr diese Thematik ist.
Bereits während ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Todtmoos hatte Fuchs auf die ungleiche Bezahlung hingewiesen. Sie war die erste Frau in dieser Position und fühlte sich in der männlich dominierten politischen Landschaft oft benachteiligt. „Ich habe hart gearbeitet und möchte, dass meine Leistung anerkannt wird“, so Fuchs.
Die Vorwürfe gegen die ungleiche Vergütung werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen Frauen in Führungspositionen oftmals gegenüberstehen. Fuchs ist überzeugt, dass eine gerechte Bezahlung für alle Kommunalpolitiker unabdingbar ist, um Gleichstellung in der Politik zu fördern.
Die rechtlichen Auseinandersetzungen könnten weitreichende Folgen für die Vergütungssysteme kommunaler Politiker in Baden-Württemberg haben. Fuchs hofft, dass ihr Fall nicht nur für sie selbst, sondern auch für zukünftige Generationen von Politikerinnen eine positive Veränderung bewirken kann.
Die Klage zieht auch die Aufmerksamkeit von Gleichstellungsorganisationen auf sich, die Fuchs in ihrem Kampf unterstützen. „Jede Frau in einer Führungsposition sollte für ihre Arbeit fair bezahlt werden“, so eine Sprecherin einer solchen Organisation.
Ob das Gericht letztlich Fuchs' Forderungen stattgibt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist gewiss: Ihr Kampf um Gerechtigkeit wird weiterhin viele Menschen inspirieren und den Diskurs über faire Bezahlung in der Politik anregen.