Gavarnie-Gédre (dpa) – Die erste schwere Bergetappe der Tour de France hat im Red-Bull-Team für Zündstoff gesorgt. Co-Kapitän Remco Evenepoel äußerte sich verärgert über seinen Teamkollegen Florian Lipowitz und die mangelnde Zusammenarbeit in den vergangenen Rennen.
„Ja, ich war sauer – und zwar zu Recht“, erklärte Evenepoel gegenüber belgischen Medien. Der belgische Radprofi erinnerte sich an die Katalonien-Rundfahrt, wo er über einen längeren Zeitraum für Lipowitz in der Führungsarbeit eingesetzt war. „Ich habe um einen Kilometer Führungsarbeit gebeten, aber das ging nicht. Das hat mich geärgert“, fügte er hinzu.
Die Spannungen zwischen den beiden Fahrern werfen ein Schatten auf die Teamdynamik, die für den Erfolg bei der Tour de France von entscheidender Bedeutung ist. Evenepoel, der als einer der Favoriten gilt, betonte die Notwendigkeit eines offenen Dialogs: „Das ist etwas, das wir heute Abend gründlich besprechen müssen.“
Die Herausforderungen der Bergetappe haben die Rivalität zwischen den beiden Co-Kapitänen verstärkt, und es bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die Teamleistung auswirken wird. Teammanager und Sportdirektor stehen vor der Aufgabe, die beiden Fahrer wieder zu vereinen und eine produktive Zusammenarbeit zu fördern.
In der Vergangenheit haben Konflikte innerhalb von Teams oft zu schwankenden Leistungen geführt. Die Fähigkeit von Evenepoel und Lipowitz, ihre Differenzen zu klären, könnte entscheidend für den Verlauf der Tour de France sein. Fans und Experten beobachten die Situation mit großem Interesse.