LONDON (dpa-AFX) - In einem überraschenden Wendepunkt im Übernahmepoker um die britische Fluggesellschaft Easyjet hat der Finanzinvestor Apollo sein Angebot erhöht und damit den bisherigen Favoriten Castlelake überholt. Laut einer Mitteilung von Easyjet wird Apollo nun bereit sein, 7,15 britische Pfund pro Aktie zu bieten, was insgesamt rund 5,7 Milliarden Pfund (etwa 6,7 Milliarden Euro) entspricht.
Die Offerte von Castlelake, die zunächst als sicher geglaubt war, wird von Easyjet nicht mehr unterstützt. Dies könnte für die Aktionäre des Unternehmens eine signifikante Entscheidung darstellen, die den Verlauf der Übernahme maßgeblich beeinflussen könnte.
„Wir begrüßen das neue Angebot von Apollo und sehen es als eine bessere Möglichkeit für unsere Aktionäre“, sagte ein Sprecher von Easyjet. Die Aktionäre haben nun die Möglichkeit, entweder an dem Angebot von Apollo teilzunehmen oder Anteile an einem Fonds zu erhalten, in dem Easyjet gehalten werden soll.
Die Situation ist besonders spannend, da der Wettbewerb zwischen den beiden Finanzinvestoren um die Kontrolle über Easyjet intensiver geworden ist. Apollo, der bereits in der Vergangenheit durch ähnliche Übernahmen aufgefallen ist, versucht nun, seine Ambitionen in der Luftfahrtbranche weiter auszubauen.
Analysten sind sich einig, dass das höhere Angebot von Apollo die Chancen der Übernahme erheblich verbessern könnte. „Diese Wendung könnte den Markt für Billigfluggesellschaften nachhaltig verändern“, so ein Analyst. Viele Anleger zeigen sich optimistisch, dass Apollo die Übernahme erfolgreich abschließen kann.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, da Easyjet und die Aktionäre die Angebote prüfen und entscheiden müssen, welches Angebot letztendlich angenommen wird. Die Dynamik im Übernahmepoker könnte auch andere Unternehmen in der Branche unter Druck setzen, ihre Strategien zu überdenken.