Der Stadtrat von Dortmund hat am Donnerstagabend ein Bettelverbot für Außengastronomien in der Innenstadt beschlossen. Dieses Verbot, das im August in Kraft tritt, ist zunächst auf ein Jahr befristet. Eine breite Mehrheit, bestehend aus den Stimmen der SPD, CDU, FDP/Bürgerlisten sowie der AfD, stimmte für diese Entscheidung.

Hintergrund des Verbots sind zahlreiche Beschwerden von Gastronomen, die massive Umsatzverluste aufgrund des Bettelns erlitten haben. Insbesondere wurde berichtet, dass Bettler den Gästen in Bereichen wie dem Alten Markt oder der Kleppingstraße zu nahe kamen und dadurch eine unangenehme Atmosphäre schufen.

Die Wirte hatten sich in einem Brandbrief an die Politik gewandt und auf die negativen Auswirkungen des Bettelns auf ihr Geschäft hingewiesen. Sie argumentierten, dass viele Gäste sich durch aggressive Bettelpraktiken gestört fühlen und sich deshalb von den Freiflächen fernhalten.

Die Stadtverwaltung von Dortmund hat betont, dass das Verbot ein Versuch ist, die Aufenthaltsqualität für Gäste zu verbessern und den lokalen Geschäften zu helfen. Es wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Stadt weiterhin Lösungen für die betroffenen Bettler finden will, um die soziale Problematik nicht zu ignorieren.

Bereits zuvor gab es in Dortmund ein Verbot für aggressives Betteln, das jedoch nicht alle Beschwerden der Gastronomen lösen konnte. Die neue Regelung soll eine stärkere rechtliche Grundlage bieten, um in den besonders betroffenen Bereichen durchzugreifen.

Die Entscheidung hat auch in der Öffentlichkeit gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während einige die Maßnahme als notwendig erachten, um die Innenstadt zu beleben, warnen andere vor möglichen sozialen Folgen für die Bettler und fordern alternative Unterstützungsansätze.