Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat in einer aktuellen Mitteilung alarmiert auf die steigenden Zahlen von Badetoten in Berlin hingewiesen. Im Juni 2023 sind in den Berliner Gewässern insgesamt sechs Personen ertrunken, was im Vergleich zum Vorjahr eine Verdopplung darstellt. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge und erfordert dringende Maßnahmen.

Von den sechs ertrunkenen Personen waren überwiegend Männer, was die DLRG dazu veranlasst hat, speziell auf die Risiken hinzuweisen, die Männer beim Baden eingehen. Die Organisation hat festgestellt, dass Männer oft risikobehafteter schwimmen und weniger auf Sicherheit achten als Frauen.

Ein Sprecher der DLRG betonte, dass die Ursachen für die erhöhten Zahlen vielfältig sind. „Es fehlt oft an Schwimmkenntnissen und der richtigen Einschätzung von Gefahren im Wasser“, sagte er. Darüber hinaus hob er hervor, dass alkoholbedingte Unfälle sowie mangelnde Aufsicht oft zu tragischen Vorfällen führen.

Die DLRG appelliert an die Berliner Bevölkerung, besonders in den Sommermonaten, beim Baden Vorsicht walten zu lassen. „Es ist wichtig, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und sich nicht zu überschätzen“, so der DLRG-Sprecher weiter. Auch das Schwimmen in Begleitung wird als Sicherheitsmaßnahme dringend empfohlen.

Zusätzlich plant die DLRG in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen, um das Bewusstsein für Schwimm- und Sicherheitskenntnisse zu schärfen. Ziel ist es, die Schwimmfähigkeiten in der Bevölkerung zu verbessern und so zukünftige Tragödien zu verhindern.

Die DLRG ruft auch die Stadt Berlin dazu auf, mehr in die Sicherheit an Badeplätzen zu investieren. „Wir benötigen mehr Rettungsschwimmer und besser ausgestattete Strände, um die Sicherheit aller Badegäste zu gewährleisten“, schloss der Sprecher.