Frankfurt/Main (dpa) - Bundespräsident Bernd Neuendorf hat seinen Standpunkt zum aktuellen Fall von Folarin Balogun klargestellt. Der US-Nationalspieler war während des WM-Sechzehntelfinales gegen Bosnien-Herzegowina mit einer Roten Karte bedacht worden, die von der FIFA später aufgehoben wurde.

Neuendorf betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Reaktion der FIFA zur Kenntnis genommen worden sei, jedoch nicht als endgültig akzeptiert werden könne. "Ich bin mir mit der UEFA einig, dass dieser Vorgang nicht zu den Akten gelegt werden darf", erklärte der DFB-Boss.

Die Entscheidung der FIFA, die Sperre aufzuheben, könnte weitreichende Auswirkungen auf die Regelungen im internationalen Fußball haben. Daher sei es aus Sicht des DFB wichtig, die Thematik einer weiteren Diskussion unter den europäischen Fußballverbänden zuzuführen.

In den letzten Wochen hatte die Diskussion um die Schiedsrichterentscheidungen und deren Konsequenzen im Profifußball an Intensität gewonnen. Neuendorf forderte deshalb mehr Transparenz und Klarheit in der Kommunikation zwischen den Verbänden.

Die Debatte um die Gültigkeit der Roten Karte und die Folgen für Balogun selbst zeigen, wie sensibel und kompliziert die Thematik im globalen Fußball ist. "Wir wollen sicherstellen, dass solche Vorfälle und deren Handhabung nicht einfach ignoriert werden", so Neuendorf weiter.

Die nächsten Schritte wird der DFB gemeinsam mit der UEFA und anderen europäischen Verbänden planen, um eine einheitliche Haltung zu entwickeln. Die Diskussion wird sicherlich auch im Hinblick auf künftige Turniere an Relevanz gewinnen.