Arlington (dpa) - Nachdem Cristiano Ronaldo am vergangenen Wochenende im Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft mit der portugiesischen Nationalmannschaft gegen Spanien mit 0:1 ausgeschieden war, ließen die Emotionen des 41-Jährigen keine Zweifel an der Schwere der Situation. In einem bewegenden Moment flossen Tränen über sein Gesicht, als er sich von der Bühne der Weltmeisterschaften verabschiedete, ohne den ersehnten Titel gewonnen zu haben.
Doch nur wenige Minuten später wechselte der Superstar in einen bemerkenswerten Verteidigungsmodus. In einer Pressekonferenz sprach Ronaldo in der dritten Person von sich selbst und sorgte mit einem fragwürdigen Vergleich für Irritationen unter den Journalisten. Seine Aussagen schienen mehr von Trotz als von Trauer geprägt zu sein, während er versuchte, seinen Status und seine Leistungen in einem positiven Licht darzustellen.
Auf die Frage nach seinem Karriereende im Nationalteam reagierte Ronaldo ausweichend und betonte, dass er noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen habe. „Ich werde darüber nachdenken, aber ich fühle mich immer noch stark und motiviert“, sagte er und ließ die Tür für eine mögliche Rückkehr offen.
Ronaldo, der in seiner langen Karriere zahlreiche Titel auf Vereinsebene gewonnen hat, musste sich in den letzten Jahren vermehrt dem Druck und der Kritik stellen, insbesondere in Bezug auf seine Leistungen bei großen Turnieren. Trotzdem äußerte er sich optimistisch über seine WM-Karriere und meinte, er könne das Kapitel Weltmeisterschaften mit „gutem Gewissen“ abschließen.
Seine letzten Worte nach dem Spiel spiegelten eine Mischung aus Dankbarkeit und Enttäuschung wider. „Ich habe mein Bestes gegeben, und ich bin stolz auf meine Leistungen“, erklärte Ronaldo, als er sich von den Fans und der Weltgemeinschaft verabschiedete.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft für den Fußballstar entwickeln wird. Eines steht jedoch fest: Cristiano Ronaldo wird in die Geschichtsbücher als einer der größten Spieler aller Zeiten eingehen, auch wenn ihm der WM-Titel verwehrt blieb.