Washington (dpa) - Nach der öffentlichen Kritik von US-Präsident Donald Trump hat Pierluigi Collina, der Chef der FIFA-Schiedsrichter, Raphael Claus in Schutz genommen. Der brasilianische Schiedsrichter war in die Kontroversen geraten, als er im Sechzehntelfinale der WM gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun zeigte.

Claus' Entscheidung sorgte für viel Diskussion, insbesondere nach Trumps Aussagen, der die Schiedsrichterleistung als fragwürdig bezeichnete. In einem Statement sagte Collina: „Raphael Claus ist ein erfahrener und hoch angesehener Schiedsrichter. Wir haben volles Vertrauen in seine Fähigkeiten als zuverlässiger Unparteiischer.“

Die Rote Karte fiel in einer kritischen Spielphase, als der Brasilianer Claus ein Foulspiel von Balogun als grob unsportlich einstuft. Diese Entscheidung führte dazu, dass die US-Mannschaft in den letzten Minuten des Spiels in Unterzahl agieren musste. Trotz des 2:0-Siegs über Bosnien-Herzegowina blieb die Leistung von Claus nicht ohne Gegenwind.

Die Schiedsrichtergemeinschaft stellte klar, dass solche Entscheidungen oft unter immensem Druck getroffen werden müssen und dass die Unparteilichkeit der Referees stets gewahrt werden sollte. Collina hob hervor, dass Schiedsrichter wie Claus das Rückgrat des Spiels bilden und deren Entscheidungen respektiert werden müssen.

Trump hatte in seiner Kritik betont, dass es wichtig sei, „fair und gerecht“ zu pfeifen, was einige Beobachter als direkte Anspielung auf die Leistung von Claus interpretierten. Collina hingegen fand klare Worte: „Jeder Schiedsrichter muss die Möglichkeit haben, seine Entscheidungen zu treffen, ohne Angst vor öffentlicher Kritik.“

Diese Debatte zeigt die Herausforderungen, vor denen Schiedsrichter in großen Turnieren stehen, insbesondere wenn sie Entscheidungen treffen, die das Schicksal eines Spiels beeinflussen. Collina’s Rückendeckung für Claus ist ein Zeichen, dass die FIFA hinter ihren Schiedsrichtern steht und deren Integrität schützt.

Im Nachgang der Kritik wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen in der Zukunft entwickeln und wie die Spieler sowie Funktionäre darauf reagieren werden.