Der Vatikan hat heute die Ernennung von Christian Würtz als neuen Bischof von Eichstätt bekannt gegeben. Der 55-jährige gebürtige Karlsruher und bislang Weihbischof im Erzbistum Freiburg wird damit der jüngste Diözesanbischof in Deutschland. Würtz wird die Nachfolge von Gregor Maria Hanke antreten, der am 8. Juni 2025 von seinem Amt zurückgetreten war.
Die Entscheidung von Papst Leo XIV. sorgt für Überraschung im Bistum Eichstätt, da Würtz der erste Bischof aus Baden-Württemberg ist, der diese Position in der bayerischen Diözese einnimmt. In katholischen Kreisen wurde der Name Würtz kaum in Verbindung mit der Bischofsweihe genannt, was die Nachricht umso unerwarteter macht.
Christian Würtz hat sich in seiner bisherigen Laufbahn als Weihbischof in Freiburg einen soliden Ruf erarbeitet. Er gilt als Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne und hat sich insbesondere für eine zeitgemäße Kirchenentwicklung eingesetzt. „Ich freue mich auf die Herausforderung und die Möglichkeit, die Gemeinde in Eichstätt zu begleiten“, äußerte sich Würtz nach seiner Ernennung.
Die Ernennung von Würtz wird als bedeutender Schritt angesehen, insbesondere im Kontext der aktuellen Herausforderungen, vor denen die katholische Kirche in Deutschland steht. Themen wie der Mitgliederschwund und der Umgang mit Missbrauchsskandalen werden auch in Eichstätt eine Rolle spielen.
Gregor Maria Hanke, der bisherige Bischof, hatte sich in seiner Amtszeit auf die Stärkung der Jugendpastoral und die Förderung des interreligiösen Dialogs konzentriert. Es bleibt abzuwarten, welche Akzente Würtz in dieser Hinsicht setzen wird.
Die offizielle Einführung von Christian Würtz als Bischof ist für die kommenden Monate geplant, wobei genaue Termine noch bekannt gegeben werden müssen. Die Vorfreude und die Erwartung im Bistum Eichstätt sind bereits jetzt spürbar, denn viele hoffen auf frischen Wind und neue Impulse.