Nach einem verheerenden Brand, der am Freitagabend auf dem Großmarkt in Stuttgart ausbrach, haben die Einsatzkräfte nun "Feuer aus" gemeldet. Nach knapp 60 Stunden intensiver Löscharbeiten konnte die Feuerwehr am Sonntagnachmittag Entwarnung geben, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Löschmaßnahmen waren äußerst herausfordernd, da sich das Feuer schnell ausbreitete und große Teile des Marktes in Mitleidenschaft zog. Erste Schätzungen zufolge beläuft sich der entstandene Schaden auf mehrere zehn Millionen Euro. Die genaue Höhe wird jedoch noch ermittelt, da die Schadensanalyse in den kommenden Tagen weitergeführt wird.

Brandermittler des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg sowie der Kriminalpolizei Stuttgart haben ihre Arbeit direkt vor Ort aufgenommen und versuchen nun, die Ursachen des Brandes zu ergründen. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass es noch unklar sei, wie lange die Ermittlungen dauern werden. "Es ist tatsächlich nicht einzuschätzen," sagte sie.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Über 100 Feuerwehrleute waren während des Einsatzes im Einsatz, unterstützt von zahlreichen technischen Geräten wie Löschbooten und Drohnen, um die Brandherde effektiv zu bekämpfen.

Die Ermittlungen laufen in mehrere Richtungen, wobei sowohl ein technischer Defekt als auch fahrlässiges Handeln als mögliche Ursachen in Betracht gezogen werden. Zeugen wurden bereits befragt, und auch Videoaufzeichnungen aus der Umgebung könnten zur Klärung des Vorfalls beitragen.

Der Großmarkt ist eine zentrale Handelsstelle in Stuttgart, die zahlreiche Einzelhändler und Gastronomiebetriebe mit frischen Waren versorgt. Die Auswirkungen des Brandes könnten daher auch weitreichende Folgen für die lokale Wirtschaft haben.

Die Stadt Stuttgart hat angekündigt, die betroffenen Händler in der kommenden Zeit zu unterstützen, um den Wiederaufbau zu erleichtern und die wirtschaftlichen Schäden zu minimieren. Die Stadtverwaltung wird die Entwicklung genau verfolgen und ein Hilfspaket schnüren, um einen schnellen Neustart zu ermöglichen.