Karlsruhe – In der baden-württembergischen Stadt Karlsruhe haben Betrüger erneut zugeschlagen und bei mehreren Senioren einen Betrag von mehreren Hunderttausend Euro erbeutet. Die Täter nutzen dabei eine perfide Masche, die in den letzten Jahren immer wieder aufgetaucht ist und insbesondere ältere Menschen ins Visier nimmt.

Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer telefonisch und schildern ihnen vermeintliche Unfälle, in die Angehörige verwickelt seien. Diese Schocknachrichten setzen die Senioren unter immensem Druck, was die Täter gezielt ausnutzen. Oft geben sie sich als Polizisten oder Anwälte aus, um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

In einem aktuellen Fall meldeten sich die Betrüger bei einer 78-jährigen Frau und informierten sie über einen angeblichen Verkehrsunfall ihres Enkels. Um ihm zu helfen, sollte die Frau sofort Geld überweisen. Unter dem Eindruck der Panik und der Sorge um ihren Enkel überwies sie letztendlich mehrere Tausend Euro auf ein fremdes Konto.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. „Wir appellieren an die Angehörigen, ihre älteren Verwandten über diese Maschen aufzuklären“, sagt ein Sprecher der Polizei. „Es ist wichtig, dass die Senioren wissen, dass sie nicht in Panik geraten und keine Zahlungen ohne Rücksprache mit der Familie leisten sollten.“

Solche Betrugsversuche sind nicht neu, jedoch beobachten die Behörden eine besorgniserregende Zunahme der Fälle in den letzten Monaten. Die Ermittler raten dazu, bei verdächtigen Anrufen immer skeptisch zu bleiben und im Zweifelsfall die Polizei zu kontaktieren.

Die Polizei hat bereits mehrere Hinweise auf die Täter erhalten, die jedoch bislang nicht gefasst werden konnten. Die Ermittler hoffen, dass durch Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung solche Betrugsfälle in Zukunft verhindert werden können.