In den heißen Sommermonaten sind Freibäder beliebte Ausflugsziele für Familien. Doch während die Kinder fröhlich im Wasser planschen, häuft sich eine besorgniserregende Beobachtung der Bademeister: Viele Eltern verbringen zu viel Zeit mit ihren Handys anstatt auf ihre Kinder zu achten.

„Wir sehen immer wieder, dass Eltern am Beckenrand abgelenkt sind, während ihre Kinder im Wasser spielen“, sagt ein erfahrener Bademeister eines örtlichen Freibades. „Ein kurzer Blick auf das Handy kann dazu führen, dass man für einen entscheidenden Moment nicht aufpasst, und das kann lebensgefährlich sein.“

Die Bademeister appellieren an die Eltern, ihre Verantwortung ernst zu nehmen. „Es ist wichtig, die Kinder ständig im Blick zu haben, besonders wenn sie schwimmen oder spielen. Ein Moment der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben“, so der Bademeister weiter. In den letzten Jahren gab es immer wieder Fälle, in denen Kinder allein gelassen wurden und Hilfe benötigten.

Experten warnen, dass Ablenkungen durch Smartphones nicht nur in Freibädern, sondern auch in privaten Pools und am Strand gefährlich sein können. „Eltern sollten sich bewusst machen, dass sie nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für die Sicherheit anderer Badegäste verantwortlich sind“, erklärt ein Vertreter der DLRG.

Um das Bewusstsein zu schärfen, planen viele Freibäder Informationskampagnen, die die Bedeutung der elterlichen Aufsicht unterstreichen. „Wir wollen die Eltern sensibilisieren und daran erinnern, dass sie immer anwesend sein müssen, wenn ihre Kinder im Wasser sind“, sagt der Bademeister.

Die Aufsichtspflicht ist nicht nur rechtlich relevant, sondern auch eine moralische Verantwortung. Die Bademeister hoffen, dass die Eltern ihre Gewohnheiten überdenken und die Sicherheit ihrer Kinder an erste Stelle setzen.

„Wir möchten, dass alle den Tag im Freibad genießen können, aber dafür brauchen wir die Mithilfe der Eltern“, schließt der Bademeister.