Gießen – Am Samstag, dem 11. Juli 2026, haben Aktivistinnen und Aktivisten ein ungenutztes Gebäude der Justus-Liebig-Universität (JLU) in der Hein-Heckroth-Straße besetzt. Die Besetzung erfolgte im Rahmen einer genehmigten Demonstration, bei der auch mehrere Kundgebungen stattfanden, um auf soziale und politische Themen aufmerksam zu machen.
Die Besetzer erklärten, dass ihr Ziel darin bestehe, das leerstehende Gebäude langfristig zu nutzen und dort einen Ort der Begegnung und des Austausches zu schaffen. „Wir haben dieses Haus besetzt, weil wir einen Raum für kreative Projekte und soziale Interaktionen benötigen“, so ein Sprecher der Aktivisten. „Es ist an der Zeit, dass solche Räume für die Gemeinschaft zugänglich gemacht werden.“
In den letzten Jahren habe sich die Situation an vielen Universitäten verschärft, was den Zugang zu Räumen für studentische und soziale Initiativen angeht. Die Aktivisten fordern nicht nur die Wiederbelebung des Gebäudes, sondern auch eine grundlegende Diskussion über die Nutzung von öffentlichen Räumen an Hochschulen.
Die Polizei war während der gesamten Aktion anwesend, unterstützte jedoch die Durchführung der Demonstration und die Kundgebungen der Aktivisten. „Wir möchten, dass die Menschen in einem sicheren Umfeld ihre Meinungen äußern können“, erklärte ein Polizeisprecher. Es seien keine Zwischenfälle gemeldet worden, und die Stimmung sei friedlich geblieben.
Die Besetzung des Gebäudes hat bereits erste Reaktionen aus der Universitätsgemeinschaft und der Politik hervorgerufen. Einige Hochschulvertreter äußerten Verständnis für die Anliegen der Aktivisten, während andere die Besetzung als unangemessen kritisierten. „Es gibt legale Wege, um solche Anliegen zu diskutieren“, sagte eine Professorin der JLU.
Die Aktivisten planen, ihre Aktionen in den nächsten Wochen fortzusetzen und hoffen, dass ihre Initiative breite Unterstützung in der Bevölkerung findet. „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass der Zugang zu Bildung und sozialen Räumen für alle gewährleistet sein muss“, so eine weitere Aktivistin.